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Ratgeber

Gehört mir der Code, wenn ich kündige?

Die kurze, ehrliche Antwort: Nein, bei mir gehört dir der Code nicht. Deine Daten dagegen schon — und du kommst jederzeit raus. Klingt nach einem Haken, ist aber weniger dramatisch, als es zuerst wirkt. Hier steht, was das praktisch bedeutet.

Diese Frage kommt fast immer — und das zu Recht. Wenn du etwas Monat für Monat bezahlst, willst du wissen, was dir am Ende davon gehört. Wichtig ist dabei eine Unterscheidung, die im Alltag ständig durcheinandergeht: Code und Daten sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Code und Daten — der entscheidende Unterschied

Der Code ist die Maschine: das Programm, das deine Lösung zum Laufen bringt. Deine Daten sind das, was du hineinsteckst und herausholst — deine Bestände, Kunden, Bestellungen, Listen. Bei mir gilt eine klare Trennung:

  • Deine Daten gehören immer dir. Bei einer Kündigung bekommst du sie sauber exportiert, in einem gängigen Format, das du woanders weiterverwenden kannst. Danach werden sie bei mir gelöscht.
  • Den Code betreibe ich. Du nutzt eine laufende Lösung, statt ein Programm zu besitzen — ähnlich wie bei den meisten Tools, die du heute schon abonnierst und nie als Quellcode in der Hand hältst.

Das Wichtige daran: Weil deine Daten immer dir gehören und exportierbar bleiben, sitzt du nie fest. Du bist nicht an mich gekettet, nur weil der Code bei mir liegt — du nimmst deine Daten und kannst damit weiterziehen.

Wann dir der Code-Besitz wirklich wichtig sein sollte

Ehrlich bleibt: In manchen Fällen willst du den Code besitzen — etwa wenn du ihn weiterverkaufen, selbst weiterentwickeln lassen oder aus rechtlichen Gründen vollständig kontrollieren musst. Wer den Code besitzt, ist unabhängig vom Anbieter und kann jederzeit zu einem anderen IT-Unternehmen wechseln, das ihn weiterpflegt.

Wenn das auf dich zutrifft, ist mein Abo nicht der richtige Weg — dann brauchst du einen Werkvertrag mit ausdrücklicher Übergabe des Quellcodes. Wie sich die Bezahlmodelle und das Eigentum unterscheiden, habe ich hier auseinandergenommen: Festpreis, Stundensatz oder Abo →

Warum ich es trotzdem so mache

Dass der Code bei mir bleibt, ist kein Trick, sondern die Kehrseite eines Vorteils: Du zahlst für ein gelöstes Problem, nicht für eine Übergabe. Weil du jederzeit kündigen kannst, ist es mein Antrieb, dass die Lösung dauerhaft gut läuft — statt nach einer einmaligen Übergabe zu verstummen. Ich trage das Risiko für Betrieb, Updates und Weiterentwicklung, nicht du. Wie das genau abläuft und was es kostet →